Inhalt

Glossar


Allodynie:
Schmerz, der in keiner Relation zum auslösenden Reiz steht, z. B. leichte Berührung der Haut, Windhauch, Kauen


Antidepressiva:
Arzneimittel gegen depressive Verstimmungen, die z. T. auch schmerzlindernd wirken können


Antikonvulsiva:
Zentral wirkende, krampflösende bzw. krampfverhindernde Arzneimittel, die z. T. auch bei neuropathischen Schmerzen wirken können


Autogenes Training:
Konzentrative Selbstentspannung führt zum Um- bzw. Abschalten und damit zu einer Distanzierung vom Schmerzgeschehen


Bio-Feedback:
Trainingsmethode, die es dem Patient erlaubt, gewisse Kontrolle über unbewusste Körperfunktionen wie Hauttemperatur, Muskelspannung etc. auszuüben


Chronifizierung:
Ursprünglich akute Schmerzen werden aufgrund einer fehlerhaften Verarbeitung im Gehirn dauerhaft (chronisch)


Diabetes mellitus:
Zuckerkrankheit


Essenzielle Fettsäuren:
Essenziell = unentbehrlich. Fettsäuren, die vom Organismus nicht selbst herstellbar sind und daher mit der Nahrung zugeführt werden müssen


Freie Radikale:
Energiereiche, äußerst reaktionsfähige Moleküle; entstehen insbesondere durch UV-Strahlung (Sonnenlicht) und greifen chemische Verbindungen und Gewebe an


Herpes zoster:
Gürtelrose, ausgelöst durch das Windpockenvirus


Idiopathisch:
Ohne erkennbare Ursache, Ursache nicht nachgewiesen


Läsion:
Verletzung


Lokalanästhetika:
Örtliche Betäubungsmittel


Mikroangiopathie:
Gewebeschädigung der kleinsten Blutgefäße (mikro = kleinst; angio = Gefäß) durch Stoffwechselverschiebungen bei der Zuckerkrankheit


Mononeuropathie:
Neuropathie eines Nervens (mono = eins)


Nervenblockade:
Ausschaltung der Schmerzwahrnehmung für einige Stunden, indem ein örtliches Betäubungsmittel in oder um den Nerv gespritzt wird


Nervus trigeminus:
Dreiteiliger Gesichtsnerv; Nervenschmerzen durch Erkrankungen in diesem Bereich werden Trigeminus-Neuralgien genannt


Neuralgie:
Schmerz im Versorgungsbereich insbesondere eines Nerven, z. B. Gesichtsneuralgie


Neurom:
Überschießende, knäuelartige Regeneration eines Nerven  


Neuropathie:
Funktionsstörung oder krankhafte Veränderung eines Nervens (Mononeuropathie, mono = eins) oder vieler Nerven (Polyneuropathie, poly = viel), z. B. bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus


Neuropathische Schmerzen:
Schmerzen, die im Rahmen einer Neuropathie aufgrund einer Irritation des Nervensystems auftreten


Nozizeptoren:
Schmerzempfindliche Nervenendigungen (Sensoren)


Opioide:
Stark wirksame Schmerzmittel, die sich alle vom Morphin ableiten


Polyneuropathie:
Neuropathie vieler Nerven (poly = viel)


Postzosterische Neuralgie:
Chronische Schmerzen nach einer Gürtel- bzw. Gesichtsrose


TENS :
Transkutane elektrische Nervenstimulation; Gegenstimulationsverfahren zur Schmerzlinderung; Dabei wird das betroffene Gebiet mittels Elektroden gereizt, was zu einer Schmerzlinderung führt


Topisch:
Lokal, örtlich, auf der Hautoberfläche


Trauma:
Verletzung, Wunde, Gewalteinwirkung in körperlicher oder psychischer Hinsicht


Typ-1-Diabetes:
Zuckerkrankheit, die meist schon im Kinder- und Jugendalter auftritt und bei der in der Regel gleich Insulin gespritzt werden muss


Typ-2-Diabetes:
"Alterszucker"; medikamentöse Behandlung ohne Insulin möglich


Varizella-zoster-Viren:
Viren, die Windpocken auslösen; bei Immunschwäche kann eine Reaktivierung der Viren zu Gürtel- oder Gesichtsrose führen und langfristig eine postzosterische Neuralgie verursachen