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Phantomschmerz
Zeichen
Auch die so genannten Phantomschmerzen sind neuropathische Schmerzen. Sie treten nach Amputationen auf. Die Patienten leiden in den amputierten Gliedmaßen unter starken Schmerzen, obwohl der betroffene Körperteil gar nicht mehr vorhanden ist. Der Schmerz äußert sich einschießend, attackenförmig und kann spontan, durch Wetterwechsel oder Stress ausgelöst werden.
Ursachen der Schmerzen
Früher nahm man an, dass von der Stelle der Durchtrennung der Nervenbahnen ständig Nervenimpulse verschickt würden. Heute weiß man, dass die schmerzauslösenden Impulse aus dem Zentralnervensystem, also dem Rückenmark oder Gehirn stammen. Je länger vor der Amputation bereits Schmerzen bestanden haben, z. B. bei arteriellen Durchblutungsstörungen in den Beinen, desto eher treten im Falle einer Amputation Phantomschmerzen auf.
Behandlung von Phantomschmerzen
Die Therapie von Phantomschmerzen ist ein langwieriger Prozess. Verschiedene Therapiemethoden kommen - häufig auch kombiniert - zum Einsatz:
- Herkömmliche Schmerzmittel wirken meist nicht, doch der Einsatz von Antikonvulsiva und Antidepressiva kann gute Effekte zeigen.
- Auch Opioide werden teilweise erfolgreich zur Schmerztherapie eingesetzt.
- In manchen Fällen sind Nervenblockaden und Stimulationsverfahren wie TENS erfolgreich.
Stumpfschmerzen
Von Phantomschmerzen abzugrenzen sind Stumpfschmerzen. Sie kommen bei 60 Prozent der Patienten nach Amputationen vor, haben aber andere Ursachen als Phantomschmerzen. Sie entstehen durch Entzündung, mechanischen Druck (beispielsweise einer Prothese) oder mangelnde Blutversorgung.