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Schmerzen bei Gürtel- und Gesichtsrose
Ursache: Windpockenviren
Eine Nervenerkrankung, die vor allem alte Menschen und Patienten mit schweren Grunderkrankungen (Krebs, AIDS, Immunschwäche) trifft, ist die Gürtelrose, von Medizinern auch "Herpes zoster" genannt. Diese Erkrankung wird durch Windpockenviren (Varizella-zoster-Viren) hervorgerufen.
Nach der Erstinfektion mit Windpocken (meist im Kindesalter) verbleiben die Viren in einem inaktiven Zustand im Nervengewebe. Bei Abwehrschwäche durch andere Krankheiten, großen Stress, Schock oder sogar Ekel können sie – häufig erst Jahrzehnte später ‑ wieder aktiviert werden. Nach ihrer Aktivierung "wandern" die Viren zu den Nervenendigungen des betroffenen Nervs. Im Hautgebiet, das er versorgt - oft ist es ein Zwischenrippen-Nerv - kommt es zu einem gürtelförmigen, sehr schmerzhaften Ausschlag mit typischen Bläschen, der so genannten Gürtelrose. Ist der Gesichtsnerv betroffen, entsteht eine Gesichtsrose.
Im Prinzip kann jede Altersgruppe durch diese reaktivierten Viren an Gürtel- oder Gesichtsrose erkranken. Im Laufe seines Lebens macht etwa jeder Dritte in der Bevölkerung die Krankheit durch.
Achtung: Post-Zoster-Neuralgie!
Normalerweise gehen die Schmerzen innerhalb eines Monats zurück und die Bläschen heilen ab. Doch bei einigen Patienten bleiben die Schmerzen weiter bestehen. Es entwickelt sich eine so genannte Post-Zoster-Neuralgie mit neuropathischen Schmerzen, die sich unter Umständen Jahre halten kann. Die Postzoster-Neuralgie ist durch
- brennende, bohrende Dauerschmerzen
- kurze, einschießende Schmerzattacken
- heftige, flächig ausstrahlende Schmerzen bei Berührung
- und einer Schmerzverschlimmerung durch psychische Belastung
gekennzeichnet.
Vorbeugung
Der einzige Weg, um einer Post-Zoster-Neuralgie vorzubeugen, ist die sofortige und konsequente Therapie der Gürtel- bzw. Gesichtsrose. Hat sich bereits eine Neuralgie entwickelt, werden zur Schmerztherapie verschiedene Medikamente eingesetzt.