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Therapie der Gürtel- und Gesichtsrose
Vorbeugung durch schnelle Behandlung
Nur eine schnelle Nervenbetäubung kann das Auftreten der gefürchteten hartnäckigen Post-Zoster-Neuralgien nach einer Gürtel- oder Gesichtsrose verhindern. Die Erkrankung sollte deshalb sofort nach Ausbruch so schnell und konsequent wie möglich behandelt werden. Dabei muss zusammen mit einer medikamentösen Therapie gegen die Viren möglichst rasch der Schmerz bekämpft werden, z. B. mit einer Serie von Nervenblockaden über mehrere Tage.
Ältere Menschen sind besonders gefährdet, eine hartnäckige Schmerzkrankheit infolge einer Gürtelrose zu entwickeln. Daher muss bei Betroffenen über 65 Jahre immer eine frühzeitige Blockadetherapie durchgeführt werden.
Dennoch klagen zum Zeitpunkt der Abheilung der Hauterscheinungen noch 12 bis 20 Prozent aller Patienten über Schmerzen – ein Zeichen, dass sich eine Neuralgie entwickelt hat.
Was tun, wenn eine Post-Zoster-Neuralgie entstanden ist?
Hat sich eine Neuralgie entwickelt, ist diese oft sehr schwierig zu behandeln und verlangt meist den gleichzeitigen Einsatz der verschiedensten Methoden und Medikamente. Je schneller die Therapie begonnen wird ‑ möglichst mit verschiedenen Verfahren in Kombination – desto besser sind die Erfolgsaussichten.
- In der medikamentösen Schmerztherapie werden mit gutem Erfolg Antikonvulsiva eingesetzt.
- Außerdem können Antidepressiva und Opioide verordnet werden.
- Herkömmliche Schmerzmittel oder Vitaminpräparate sind nicht wirksam.
- Zusätzlich können nichtmedikamentöse Therapieverfahren wie die transkutane elektrische Nervenstimulation oder Akupunktur schmerzlindernd wirken. Sinnvoll ist häufig auch das Erlernen von Schmerzbewältigungsstrategien.