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Chemotherapie
Bei Patienten, die an Krebs erkrankt sind, kann es direkt nach der Therapie mit bestimmten Chemotherapie-Substanzen (z. B. Oxaliplatin, Cisplatin oder Vincristin), aber auch zeitlich verzögert zu einer Nervenschädigung kommen. Diese Form der Nervenschädigung wird auch toxische Neuropathie genannt.
Zeichen
Die Zeichen sind vielfältig und für einige Chemotherapie-Substanzen sehr typisch. Bei Beteiligung mehrerer Nerven (Polyneuropathie) findet man z. B. eine beidseitige Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen in Händen und Füßen. Manche Chemotherapeutika führen zur Schädigung eines einzelnen Nervs (Mononeuropathie), z. B. kann Cisplatin den Nerv der Stimmbandmuskeln lähmen. Die Folgen sind Heiserkeit und Atemnot.
Häufig verschwinden diese Zeichen der Nervenschädigung nach Beendigung der Chemotherapie wieder, manchmal aber können sie noch Monate nach der Chemotherapie bestehen.
Weitere bahnende Faktoren
Einige Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Nervenschädigung bei oder nach Chemotherapie: die Dosis des Chemotherapeutikums, eine vorbestehende neurologische Erkrankung, eine Stoffwechselerkrankung (z. B. Zuckerkrankheit) oder die gleichzeitige Einnahme mancher anderer Medikamente.
Eine Nervenschädigung kann jedoch auch durch den Tumor selbst, eine begleitende Entzündung oder Stoffwechselstörung ausgelöst werden.
Behandlung
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Schmerzen im Zusammenhang
mit einer Chemotherapie auftreten. Er wird die Wahl des Medikaments, die
Dosis und Therapiedauer überprüfen und Ihnen eine geeignete Schmerzbehandlung
vorschlagen.
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